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Schulung

Dokumentationspflicht vs. Dokumentationsfalle

Veranstaltungsnummer
P202609
Zielgruppe
Pflegedienstleitungen (PDL) Pflegefachkräfte Qualitätsmanagementbeauftragte Einrichtungsleitungen ambulanter und stationärer Dienste
Wann
04.11.2026, 09:00 - 15:00 Uhr
Dozent/en
Florian Goebel
Kosten
299 €

netto pro Person inklusive Online-Zugriff auf die Seminarunterlagen

Rahmenbedingungen

´Ortsunabhängiges Online-Webinar via Zoom. Es gelten die AGB.

Wir wollen mehr
Fortbildungen bei der JSR Projekt & Schulung GmbH sollen anwendungsorientiert sein, Praxiswissen auf den Punkt bringen und sofort anwendbar machen. Deshalb möchten wir nicht nur Wissen strukturiert aktualisieren und erweitern, sondern mit Ihnen die Arbeitsschritte der Praxis Schritt für Schritt durchgehen und notwendige Arbeitshilfen sofort erstellen. Zurück in der Kanzlei oder dem Unternehmen, sollen Sie nicht grübeln, wie Sie die Fortbildung umsetzen, sondern alle Arbeitshilfen von der Fortbildung sofort mitbringen: Mustertexte, Checklisten, Arbeitsanweisungen und mehr.
Die Ziele der Veranstaltung

Die Pflegedokumentation ist nicht nur ein Instrument der Qualitätssicherung, sondern zugleich ein zentrales Beweismittel in haftungsrechtlichen Auseinandersetzungen sowie maßgebliche Grundlage für externe Prüfungen, insbesondere durch den Medizinischen Dienst (MD). In der Praxis besteht jedoch häufig eine erhebliche Unsicherheit darüber, welche Inhalte zwingend zu dokumentieren sind, welche Dokumentation entbehrlich ist und an welchen Stellen sich haftungsrechtliche Risiken verbergen.

Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmenden ein vertieftes, rechtlich fundiertes Verständnis der Dokumentationspflichten zu vermitteln und sie in die Lage zu versetzen, ihre Dokumentationspraxis systematisch, rechtssicher und zugleich effizient auszurichten.

Im Einzelnen sollen die Teilnehmenden:

  • die rechtliche Funktion der Pflegedokumentation als Beweismittel im Zivil- und Haftungsrecht sicher einordnen können
  • die maßgeblichen rechtlichen Anforderungen an Inhalt, Umfang und Qualität der Dokumentation kennen und anwenden
  • die Abgrenzung zwischen notwendiger Dokumentation und risikobehafteter Überdokumentation sicher beherrschen
  • typische Dokumentationsfehler und -lücken erkennen und rechtlich bewerten können
  • die haftungsrechtlichen Konsequenzen widersprüchlicher, unklarer oder fehlender Dokumentation verstehen
  • in der Lage sein, ihre Dokumentation gezielt auf die Anforderungen von MD-Prüfungen auszurichten
  • praxisnahe Strategien entwickeln, um die Dokumentation zeitökonomisch und zugleich prüfungssicher zu gestalten
  • ihre Einrichtung durch klare Dokumentationsstrukturen organisatorisch und rechtlich abzusichern

Das Seminar verfolgt damit das Ziel, die Teilnehmenden zu einer reflektierten, rechtssicheren und praxistauglichen Dokumentationspraxis zu befähigen, die sowohl den Anforderungen der täglichen Pflege als auch den zunehmenden rechtlichen und prüfungsbezogenen Herausforderungen gerecht wird.

Die Themen im Überblick

1. Rechtliche Grundlagen der Dokumentation

  • Bedeutung der Dokumentation im Haftungsrecht
  • Beweisfunktion und rechtliche Konsequenzen
  • Überblick über relevante Vorschriften

 

2. Dokumentationspflicht vs. Dokumentationsfalle

  • Was muss zwingend dokumentiert werden?
  • Risiken von Überdokumentation
  • Widersprüche und ihre rechtlichen Folgen

 

3. Typische Fehler und Haftungsrisiken

  • Lückenhafte oder unklare Einträge
  • Standardformulierungen ohne Individualbezug
  • Dokumentation unter Zeitdruck
  • Praxisbeispiele mit rechtlicher Bewertung

 

4. Risikobereiche im Pflegealltag

  • Sturz- und Dekubitusprophylaxe
  • Medikationsdokumentation
  • freiheitsentziehende Maßnahmen

 

5. Dokumentation in der MD-Prüfung

  • Aktuelle Prüfkriterien
  • Häufige Beanstandungen
  • Strategien zur optimalen Vorbereitung

 

6. Praxistools und Handlungsempfehlungen

  • Checklisten für den Alltag
  • Formulierungshilfen
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